23.08.2017

Freiwilligendienst in Peru

Ein Bericht von Jan Rosenbaum

Wir schreiben den 2. August 2017. Ich, Jan Rosenbaum, bin schon seit 16 Stunden unterwegs und der Boardcomputer sagt mir, dass ich immer noch 6 Stunden fliegen werde. Das Ziel ist Lima, Peru, welches für das kommende Jahr mein zu Hause sein wird. Ich werde dort leben, arbeiten und eine neue Kultur mit unendlich vielen neuen Menschen für mich entdecken.

Ich trete die Reise mit  38 weiteren Freiwilligen der gemeinnützigen Organisation AFS an.

Leben werde ich, soweit ich weiß in einer fünfköpfigen Familie, bestehend aus den Eltern und drei Geschwistern, was kein Problem für mich sein sollte, da ich in Deutschland mit 4 Geschwistern aufgewachsen bin. Wie alt meine drei Brüder sind und was die Familie so wirklich macht, wurde mir bisher nicht richtig verraten, doch das steigert die Spannung und Vorfreude nur noch mehr. Als Gastgeschenke bringe ich ihnen kiloweise deutsche Süßigkeiten, wie Milka Schokolade, Gummitierchen und Nutella mit.

Auf meine Arbeit freue ich mich genauso, wie auf die Gastfamilie. Ich werde zusammen mit einer weiteren deutschen Freiwilligen in einer Einrichtung arbeiten, welche sich Instituto "Mundo Libre" nennt, was auf Deutsch so viel wie Institut "Freie Welt" bedeutet. In jenem Projekt werde ich mich mit Jugendlichen von der Straße beschäftigen, welche oft Probleme mit Drogen haben. Ein Job, welcher mir viel Verantwortung und starke Nerven abverlangt. Doch ich habe mir genau solch eine Aufgabe auch gewünscht.

Vor dem Kulturschock habe ich gar nicht so große Angst, da ich schon ziemlich gut Spanisch spreche und schon einmal ein Jahr in Lateinamerika, in Costa Rica, verbracht habe. Auch in den zwei fünftägigen Vorbereitungstreffen Mitte Juni in Goslar wurde ich auf die bevorstehenden Herausforderungen gut vorbereitet.

Und trotz alledem frag ich mich, ob  Peruaner wirklich auf Lamas reiten, Meerschweinchen essen und ob das Land wirklich voller antiker Inkastädte, wie Machu Picchu ist. Doch glaub ich auch, dass all diese Fragen in den folgenden 12 Monaten beantwortet werden.

Als Ziele für das Jahr setze ich mir, dass ich mein neues Zuhause bestmöglich kennenlerne und in meinem Projekt so viel helfe, wie ich nur kann.

Abschließend möchte ich noch der MUEG Mitteldeutsche Umwelt- und Entsorgung GmbH für Ihre finanzielle Unterstützung danken, und meinen Eltern, welche mich während der Vorbereitung auf das Jahr immer tatkräftig unterstützt haben.

Muchos Saludos,

ganz viele liebe Grüße sendet Jan.

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